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Sehwahrnehmung eines Irlen-Beroffenen

„Normal“, vertraut und doch so anders
Das eigene Sehen und Wahrnehmen ist jedem Einzelnen vertraut. Irlen-Betroffenen ist ihre veränderte Sehwahrnehmung jedoch nicht immer bewusst.

Hast Du Deine Sehwahrnehmung schon einmal mit anderen verglichen?

Und mit anderen genau überlegt, wie du Gesehenes wahrnimmst? Wurdest du schon einmal gezielt gefragt, was dich beim Sehen anstrengt und erschöpft? Was machen Buchstaben, wenn du sie fixierst, oder wie sieht die Reflexion auf einem Auto genau aus? Wie ist Dein Wohlbefinden, wenn du dich im Sonnenlicht oder unter künstlichem Licht aufhältst oder lesen musst, und wie fühlen sich deine Augen an, wenn du auf einen Bildschirm schaust? Nach welcher Zeit beginnen deine Phänomene oder Probleme?

Normal

Normal

Hell & Anstrengend

Hell & Anstrengend

Extrem Hell

Extrem Hell

Strahlen & Lichtpunkte

Strahlen & Lichtpunkte

Überblendung

Überblendung

Unruhig/Flimmern

Unruhig/Flimmern

Pixelig

Pixelig

Verschwommen

Verschwommen

Verrutscht

Verrutscht

Individuelles Sehen

Ein lichtempfindlicher Mensch hat sein Leben lang jegliche Anstrengung auf seine Weise kompensiert. Wahrnehmungsstress kann entstehen, wird jedoch nicht immer zugeordnet, da der Vergleich zur Normalität fehlt. Der Betroffene hat schon immer so gesehen und kommt nicht immer auf den Gedanken, dass z. B. zittrige, vibrierende, verwaschene, verschwommene, ausgewaschene, fleckige oder strahlende Buchstaben, Buchseiten oder Gegenstände nicht dem entsprechen, was andere wahrnehmen.

Manche beschreiben während der Testung, dass sie sich ihr Leben lang stark geblendet fühlen, z. B. durch eine Reflexion, einen Autoscheinwerfer, eine Lichtquelle oder eine von Sonnenlicht angestrahlte Hauswand usw. Andere haben Probleme mit Licht- und Schattenwechseln oder können nur mit Unwohlsein einen hell erleuchteten Laden oder Supermarkt betreten. Wieder andere bekommen Kopfdruck durch viel Licht oder empfinden grelle Farben als unangenehm. Lichtpunkte werden beschrieben, die überdurchschnittlich lange als Nachbild wahrgenommen werden, wenn in etwas Helles geschaut wird. Andere haben das Gefühl, immer alles in Bewegung zu sehen, oder beschreiben ihr gesehenes Bild als von Lichtpunkten durchsetzt.

Wieder andere beschreiben kaum visuelle Phänomene, fühlen sich jedoch einfach erschöpft und angestrengt oder sind leicht reizbar und innerlich überdreht. Die Bandbreite an Wahrnehmungen und Problemen ist sehr groß und immer individuell.

Der Stress kann reduziert werden

Durch eine veränderte Sehwahrnehmung und eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht können vielfältige Alltagsprobleme entstehen, die sich sehr unterschiedlich auf das Wohlbefinden auswirken können. Dies kann unter anderem das Lernen, das Lesen, die Motivation, die Leistungsbereitschaft, die Orientierung, die Geschicklichkeit, das körperliche Wohlbefinden, die Ausdauer, die Konzentration und das Verhalten beeinflussen.

Es ist sehr individuell, wie jeder diesen Sehstress kompensiert. Oft bemerkt der Irlen-Betroffene erst, wie viel Energie er zur Kompensation aufgewendet hat, wenn der Sehstress durch individuell angepasste Irlen-Spektralfilter reduziert wird. Dies kann zu einem Entlastungsgefühl und zu mehr Entspannung führen. Der Stress steht dann vielen Dingen nicht mehr im Weg, und neue Möglichkeiten können entstehen.

Oft haben Betroffene viele „Baustellen“. Da die Sehwahrnehmung ständig präsent ist und viel Aufmerksamkeit erfordert, kann die Unterstützung durch einen Irlen-Spektralfilter als sehr entlastend empfunden werden. Häufig betrifft die Entlastung nicht nur den Bereich, der Anlass für die Suche nach Hilfe war, sondern auch weitere, zuvor unerwartete Lebensbereiche, die erst durch die Entspannung bewusst werden.

Wer ist eigentlich betroffen?

Meine Kunden sind Menschen wie Du und ich. Es kommen Personen zu mir, die zum Beispiel im Studium feststellen, dass sie beim vermehrten Arbeiten am Computer schneller erschöpft sind als ihre Mitkommilitonen oder Kopfschmerzen bekommen, wenn sie im Hörsaal sitzen. Einige kommen, weil sie in ihrem Beruf nicht so leistungsfähig sein können, wie sie es sich wünschen, da sie Ausdauer- und Konzentrationsprobleme haben, wenn sie in hell erleuchteten Räumen arbeiten müssen.

Andere können in ihrer Freizeit nur kurze Zeit im Sonnenlicht verbringen, da sie Blendung als anstrengend empfinden. Es kommen Mütter oder Väter mit ihren Kindern, weil diese Lern-, Lese- oder Verhaltensprobleme haben, und im Gespräch wird ihnen bewusst, dass auch sie selbst betroffen sein könnten und ihre Kopfschmerzen möglicherweise mit der visuellen Wahrnehmung zusammenhängen. Oder sie erkennen einen Zusammenhang zwischen ihrer Lichtempfindlichkeit und Problemen beim Autofahren.

Ein Teil meiner Kunden sind Personen, die sehr sensibel auf Umgebungsreize reagieren, darunter auch Menschen mit der Diagnose Asperger-Syndrom. Natürlich kommen auch viele Menschen zu mir, die Lese- und Schreibprobleme haben, da diese eng mit der visuellen Wahrnehmung in Verbindung stehen. Die Vielfalt der möglichen Probleme ist ebenso individuell wie die Menschen, die zu mir kommen.

Genauere Beschreibungen der Sehwahrnehmung von Irlen-Betroffenen finden Sie in dem Buch:

Kontakt

Sarah Luh

sluh [at] irlen-online.de

+49 (0)179 311 42 97

Testort

Schützenweg 21
35418 Großen-Buseck

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